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Ratgeber · Werkstatt
In der Werkstatt hält ein Hocker nicht deshalb weniger lange, weil er schlecht gebaut ist, sondern weil dort andere Kräfte auf ihn wirken: Öl, Späne, Staub, wechselnde Arbeitshöhen und der eine Moment, in dem jemand ihn als Trittstufe benutzt.
Ein Arbeitshocker für die Werkstatt wird deshalb nach anderen Kriterien ausgewählt als einer fürs Büro. Robustheit und Reinigung stehen vor Komfortdetails.
Was in der Werkstatt anders ist
Drei Dinge unterscheiden die Werkstatt von jedem anderen Arbeitsplatz. Erstens der Schmutz: Öl, Fett, Späne und Staub landen zwangsläufig auf der Sitzfläche. Zweitens die wechselnden Höhen, weil du mal an der Werkbank, mal am Fahrzeug und mal fast am Boden arbeitest. Drittens die Belastung, denn ein Werkstatthocker wird geschoben, gekippt und selten geschont.
Wer danach auswählt, kommt zu einem anderen Modell als jemand, der nur auf die Polsterung achtet.
Bezug: Kunstleder statt Stoff
In der Werkstatt ist Kunstleder fast immer die richtige Wahl. Es lässt sich abwischen, nimmt Öl und Fett nicht auf und verträgt eine Reinigung mit mildem Reiniger. Stoff dagegen saugt sich voll, hält Gerüche fest und lässt sich kaum wieder sauber bekommen.
Achte zusätzlich auf die Nähte. Eine glatte, umlaufende Naht sammelt weniger Späne als eine tief eingesetzte Ziernaht, und sie ist die Stelle, an der ein Bezug zuerst aufgeht.
Belastbarkeit und Standfestigkeit
Schau auf die angegebene Belastbarkeit in Kilogramm und rechne Reserve ein. Ein Hocker, der genau an der Grenze betrieben wird, verliert schneller Federkraft. Das Fußkreuz sollte aus Metall sein, nicht aus Kunststoff, und breit genug, damit der Hocker beim seitlichen Abstützen nicht kippt.
Wichtig ist außerdem, dass sich Gasfeder und Rollen einzeln ersetzen lassen. In der Werkstatt sind das die Verschleißteile, und ein Tausch kostet einen Bruchteil eines neuen Hockers.
Checkliste für die Werkstatt
- ✓Abwischbarer Bezug, vorzugsweise Kunstleder
- ✓Fußkreuz aus Metall mit breitem Stand
- ✓Angegebene Belastbarkeit mit Reserve
- ✓Rollen und Gasfeder einzeln nachbestellbar
- ✓Kompakt genug, um unter die Werkbank zu passen
Platz unter der Werkbank
Ein Detail, das im Alltag viel ausmacht: Passt der Hocker unter die Werkbank, wenn du ihn nicht brauchst? Ein Modell ohne Lehne und mit schmalem Fußkreuz verschwindet komplett, ein breites Modell steht dauerhaft im Weg und wird irgendwann in die Ecke geschoben.
Miss deshalb die freie Höhe unter deiner Werkbank, bevor du bestellst.
Der Werkstattboden
Rauer Estrich, Späne und Kabel verlangen harte Rollen mit möglichst großem Durchmesser. Welche Rollenhärte zu welchem Boden passt, steht ausführlich im Ratgeber zu Arbeitshockern mit Rollen. Für die Höhe an Werkbank und Hebebühne gilt der Bereich der Standard- oder hohen Ausführung, nachzulesen beim höhenverstellbaren Arbeitshocker.
Wo sich ein Werkstatthocker lohnt
- Kfz-Werkstatt und private Garage
- Montage- und Fertigungsplätze
- Labor und technische Prüfplätze
- Lager und Kommissionierung
- Ausbildungs- und Schulwerkstätten
Das Wichtigste in einem Satz
In der Werkstatt entscheiden Bezug, Fußkreuz und Ersatzteilverfügbarkeit über die Lebensdauer, nicht die Polsterdicke. Passende Modelle findest du in der Kollektion für Werkstatt und Garage.
Fazit
Wähle für die Werkstatt einen Hocker, den du abwischen kannst, der auf einem Metallfußkreuz steht und dessen Verschleißteile nachbestellbar sind. Dann überlebt er auch das zweite und dritte Jahr.
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