Höhenverstellbarer Arbeitshocker: Sitzhöhe richtig bestimmen

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Ratgeber · Sitzhöhe

Der häufigste Fehlkauf bei Arbeitshockern ist keine Frage der Qualität, sondern der Ausführung. Ein guter Hocker mit dem falschen Verstellbereich bleibt unbequem, weil er deine Arbeitshöhe nie ganz erreicht.

Deshalb lohnt es sich, vor dem Bestellen einmal kurz zu messen. Danach ist die Wahl eindeutig.

Die drei Ausführungen im Überblick

Jeder höhenverstellbare Arbeitshocker deckt einen bestimmten Bereich ab. Diese drei Ausführungen gibt es:

  • Niedrige Ausführung: Sitzhöhe 40 bis 58 cm, ideal für eine Arbeitshöhe von 70 bis 80 cm
  • Standardausführung: Sitzhöhe 50 bis 68 cm, ideal für eine Arbeitshöhe von 80 bis 100 cm
  • Hohe Ausführung: Sitzhöhe 70 bis 84 cm, ideal für eine Arbeitshöhe ab 100 cm

Zur Einordnung: Ein normaler Schreibtisch liegt bei etwa 72 bis 76 cm, eine Werkbank meist zwischen 85 und 95 cm, ein Tresen bei 100 cm und mehr. Liegt deine Arbeitshöhe genau an einer Grenze, nimm die Ausführung, in deren Mitte du landest. Am Rand des Verstellbereichs sitzt es sich selten optimal.

So misst du deine Sitzhöhe aus

1Arbeitshöhe messenVom Boden bis zur Oberkante der Fläche, an der du tatsächlich arbeitest.
2Ausführung zuordnenOrdne den Wert einer der drei Ausführungen oben zu.
3Feinjustierung im SitzenStell die Höhe so ein, dass deine Unterarme locker auf der Arbeitshöhe aufliegen.
4Füße kontrollierenSie stehen flach auf dem Boden oder ruhen auf einem Fußring, nicht in der Luft.

Warum ein Fußring bei hoher Sitzposition zählt

Ab einer Sitzhöhe von etwa 70 cm erreichen die meisten Menschen den Boden nicht mehr entspannt. Ohne Abstützung hängen die Beine, das gesamte Gewicht drückt auf die Oberschenkel und nach einer Stunde wird das deutlich spürbar.

Ein Fußring nimmt diese Last auf. Bei hohen Ausführungen ist er deshalb kein Zubehör, sondern Grundausstattung. Achte darauf, dass er selbst verstellbar ist, sonst passt er zwar zum Hocker, aber nicht zu deiner Beinlänge.

Worauf du bei der Gasfeder achtest

Die Gasfeder bestimmt den Verstellweg und die Lebensdauer. Zwei Dinge sind wichtig: Der Verstellbereich sollte mindestens 15 cm betragen, damit du wirklich Spielraum hast. Und die Feder muss die Höhe unter Last halten, ohne langsam nachzugeben.

Praktisch ist außerdem ein Verstellgriff, den du im Sitzen mit einer Hand erreichst. Wenn das Verstellen umständlich ist, bleibt der Hocker in der Praxis den ganzen Tag auf einer Höhe stehen, und genau dann bringt die Verstellbarkeit dir nichts.

Wenn mehrere Personen denselben Hocker nutzen

An geteilten Arbeitsplätzen zählt vor allem, wie schnell sich die Höhe ändern lässt. Ein Unterschied von 20 cm Körpergröße bedeutet grob 10 cm Unterschied in der idealen Sitzhöhe. Wähle in dem Fall eine Ausführung, deren Bereich beide Nutzer mittig abdeckt, statt eine, die für den einen ganz oben und für den anderen ganz unten endet.

Das Wichtigste in einem Satz

Miss deine Arbeitshöhe, wähle die Ausführung, in deren Mitte du landest, und du sitzt mit einem höhenverstellbaren Arbeitshocker ab dem ersten Tag richtig.

Fazit

Die Sitzhöhe ist die einzige Entscheidung, die du nach dem Kauf nicht mehr korrigieren kannst. Miss einmal nach, achte auf den Verstellbereich der Gasfeder und plan bei hohen Ausführungen einen Fußring ein.

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